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Lexikon
Akzent - Zeichen, das die Betonung eines Buchstabens signalisiert (>Fliegende Akzente und >Diakritische Zeichen).Akzidenzen - Nicht periodisch erscheinende Druckprodukte. Privat- oder Geschäftsdrucksachen aller Art, z.B. Familiendrucksachen, Briefbogen, Rechnungen, Formulare, Prospekte, Kataloge. Nicht dazu gehören: Werke (Bücher, Broschuren), Zeitungen, Zeitschriften, Verpackungen.Additive Primärfarben - Rot, Grün und Blau sind die Primärfarben des Lichts, aus denen alle anderen Farben hergestellt werden können. Fernseh- und Computermonitorbilder werden z.B. gemäß den Prinzipien der additiven Farbmischung erzeugt.Ästhetischer Randausgleich - Funktion in Layoutprogrammen, die den Satzrand optimiert. Sie schiebt Versalien, wie z.B. V und W, An- und Abführungszeichen, Trennstriche, Interpunktionen usw., leicht über den eigentlichen Rand hinaus, so dass der optische Eindruck eines sauberen Randes entsteht.Alpha-Kanal - Ein in einigen Bildbearbeitungsprogrammen für Masken, Transparenz oder zusätzliche Farbinformationen reservierter Kanal von 8 Bit (entspricht 256 Abstufungen).Andruck - Probedruck mit Originallithos auf speziellen Andruckpressen zur Kontrolle der Ton-und Farbwerte und zum Abstimmen mit der Vorlage. Der Andruck ist Druckausfallmuster für den Kunden und Arbeitsvorlage für den Auflagenfortdruck. Wenngleich ein Andruck genauer ist, wird heute aus Kostengründen häufig ein Proof eingesetzt.Andruckskala - Bei einem Andruck hergestellte Einzel- und Zusammendrucke der verschiedenen Prozeßfarben. In den meisten Fällen besteht eine Andruckskala aus 4 einzelnen Bilddarstellungen (Farbauszug) sowie drei Zusammendrucken: Cyan (C), Magenta (M), Zusammendruck C + M, Yellow (Y), Zusammendruck C + M + Y, Schwarz (K), Zusammendruck C + M + Y + KAnlage - Winkel an einem Druckbogen, an der jeder einzelne Bogen vor dem Druck pass- und registergenau angelegt wird bzw. wurde.Anlegemarken - 1. Druckmaschine: Vordermarken und Seitenmarke, die als Anschläge zum exakten Ausrichten des Druckbogens dienen. 2. Im Bogendruck mitgedruckte Marken (Markierungen, z.B. Linien), die der Druckweiterverarbeitung anzeigen, an welchem Winkel beim Schneiden oder Falzen der gedruckte Bogen anzulegen ist, um ein standrichtiges Endprodukt herzustellen.ANSI-Zeichensatz - (ANSI-Tabelle). American National Standards Institute, von Windows verwendeter Zeichensatz, der neben den üblichen alphanumerischen Zeichen auch nationale Sonderzeichen enthält.Antiqua - Bezeichnung für alle Schriften, die sich von der alten (so die wörtliche Übersetzung aus dem Lateinischen) römischen Buchstabenschrift her ableiten. Außer Fraktur- und Handschriften werden fast alle unsere Schriften - auch die serifenlose sogenannte Linear- Antiqua - mit diesem Begriff bezeichnet.Auflösung - Aufzeichnungs- oder Wiedergabefeinheit. Die Zahl von Bildelementen, Pixels, Linien oder Punkten, die in der Darstellung am Bildschirm oder in der Ausgabe auf Film oder Papier wiedergegeben werden können. Meist ausgedrückt in Anzahl pro cm oder Inch. 1. Abtastauflösung: Sie gibt an, wie detailgenau der Scanner einzelne Elemente sieht (erfassen kann). Ein Flachbettscanner mit 600 dpi teilt ein Quadrat von 1 inch Kantenlänge in 600 x 600 Zellen (= Bildpixel) auf. Für einen Quadratzentimeter sind das 236 x 236 = 55.696 Bildpixel. 2. Grauwertauflösung / Farbwertauflösung / Datentiefe: Sie gibt an, welche Helligkeitsunterschiede bzw. Farbwertunterschiede (= wie »farbig« der Scanner) sieht. Jeder Grauwert wird einer bestimmten Stufe zugeordnet und erhält einen »Wert«. Jede bestimmte Farbe erhält einen entsprechenden »Grauwert« pro Farbe. Werden beispielsweise 8 Bit Auflösung pro Farbe erfasst, so sind dies (bei 3 Farben RGB) 256 x 256 x 256 = 16,7 Mill. Farbnuancen. Ausgabeauflösung: Feinheit der Wiedergabe einzelner Tonstufen bzw. Graustufen der erfassten und verarbeiteten Bildelemente.Aufsichtsvorlage - Vorlage, die bei der Reproduktion abgeleuchtet wird und aus nichtdurchscheinendem Material bestehen kann. Im Gegensatz dazu ist die Durchsichtsvorlage meist ein Dia, Film oder aus transparentem Material; sie wird von unten bzw. von hinten durchleuchtet.Ausschießen - Zu druckende Buch- und Zeitschriften-Seiten müssen bereits in der Druckvorstufe so angeordnet werden, dass sie nach dem Falzen in richtiger Reihenfolge hintereinander liegen. Der Vorgang, mit dem dieses Ziel erreicht wird, heißt »Ausschießen«. In Zusammenarbeit mit dem Buchbinder muss der Drucker entscheiden, welches das günstigste Ausschießschema für das jeweilige Produkt und Druckverfahren ist.Ausschließen - Formatierung einer Zeile auf die gewünschte Zeilenbreite mit typografisch schönem Ausgleich der Wortzwischenräume.Auszeichnung - Hervorgehobener Textteil, z.B. durch Fettdruck, Kursivdruck oder Unterstreichung.Autotracing - Automatisches Folgen einer grafischen Kontur durch den Computer, wobei der Kontrastwechsel im Bild oder in der Grafik als »Richtlinie« gebraucht wird. Auf diese Weise lassen sich als Bitmap gespeicherte Bilder in Vektorgrafiken umsetzen, die dann durch spezifische Software überarbeitet werden können.Barock-Antiqua - Schriftklasse III von DIN 16518; Klasse von Antiquaschriften, die zwischen der Renaissance-Antiqua und der Klassizistischen Antiqua stehen (daher auch Antiqua des Übergangsstils). Kennzeichen: klarerer Strichstärkenkontrast senkrechter und waagrechter Linien, fast senkrechte Achsneigungen der Rundungen. Nach ihrem Vorbild schuf Stanley Morison 1932 die Times New Roman für die Zeitung The Times. Im DTP eine der am häufigsten benutzten Schriften.Belichter - Ein Gerät zur Aufzeichnung von digitalen Daten auf Filmen, Platten oder Druckmaschinen mit Hilfe eines oder mehrerer intermittierender Lichtstrahlen. Bei einem Außentrommelbelichter wird der Film oder die Druckplatte auf eine Trommel gespannt. Während der Belichtung dreht sich die Trommel und die Belichtungseinheit bewegt sich horizontal. Bei einem Innentrommelbelichter wird das Material im Inneren der Trommel aufgespannt. Die Belichtung erfolgt durch einen rotierenden Spiegel, der den Strahl auf die Platte/den Film leitet. Bei Kapstanbelichtern wird das Filmmaterial mittels Transportwalzen an dem Laserstrahl vorbeigeführt.Beschnitt - Normalerweise wird in etwas größerem Format gedruckt. Die Bögen werden dann ringsum beschnitten. Vor allem bei randabfallendem Druck (angeschnittenes Format) ist Beschneiden unumgänglich. Den abzuschneidenden Teil nennt man Beschnitt.Bézier-Kurven - Das Verfahren zum Zeichnen von Kurvenzügen und Flächen mit dem Computer basiert auf einem vom französischen Mathematiker Pierre Bézier entwickelten Algorithmus. Die Stützpunkte (auch Ankerpunkte) und Steuerpunkte werden durch (gedachte) Polygonseiten verbunden. An diese nähert sich eine darzustellende Kurve an. So gibt die Polygonform annäherungsweise die Form der Kurve wieder. Die Steuerpunkte halten zudem den Kurvenzug in seiner Bahn. Die Gestalt einer kubischen Bezier-Kurve wird durch den Start- und Endpunkt (Punkt 0 bzw. 3) und durch die Bézier-Kontrollpunkte außerhalb der Kurve (Punkte 1 und 2) bestimmt. Für Mathematiker: Eine Bezier-Kurve ist eine kubische Kurve, die jedoch eine Überschneidung zulässt. Die im obigen Beispiel gestrichelten Geraden von Punkt 0 nach Punkt 1 sowie von Punkt 2 nach Punkt 3 bilden Tangenten durch Anfangs- bzw. Endpunkt der Bézier-Kurve. Das Polygon, welches durch die vier Punkte gebildet wird, schließt immer die Bezier-Kurve vollständig ein (rubberband).Bildkompression - Um Digitalbilder platzsparend zu speichern, werden die Daten komprimiert. Die eingesetzten Komprimierungsverfahren führen jedoch häufig zu einer mehr oder weniger starken Verschlechterung der Bildqualität.Bit - Abkürzung für: Binary digit. Kleinste Informationseinheit eines binären (dualen) Systems, die aus nur zwei Zuständen besteht, z.B. Ja oder Nein, 1 oder 0 (digitale Technik).Bitmap - Ein digitalisiertes Bild, das in einem Raster von Pixeln dargestellt wird. Die Farbe jedes einzelnen Pixels wird durch eine bestimmte Anzahl von Bits definiert.Bittiefe - Die Anzahl der verwendeten Bits zur Wiedergabe jedes einzelnen Pixels in einem Bild. Sie bestimmt den Farb- bzw. Tonwertumfang.Blindprägung - Sonderdruckverfahren, bei dem eine Gravur und als Gegenform eine Matritze unter hohem Druck eine Prägung im Papier erzeugen. Man unterscheidet Hochprägungen (erhabenes Motiv), Tiefprägungen (vertieftes Motiv), mehrstufige Prägungen (verschiedene Ebenen) und Reliefprägungen (räumlicher Effekt mit dreidimensionalen Verläufen).Blindtext - Willkürlich abgesetzter Schneidetext, der in das Layout einmontiert wird und Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand und Umfang des vorgesehenen Textes simuliert.Blitzer - Differenzen (Weißstellen) im Passer mehrfarbiger Druckprodukte oder bei Schneidefehlern an angeschnittenen Flächen oder Bildern.Blocksatz - Zeilen links und rechts bündig ausgerichtet.Bogenmontage - Montage der Filmteile für eine Druckform.Bounding-Box - Imaginärer Rahmen zur Referenzierung von Bildern / Objekten in Seitenbeschreibungssprachen und Grafikapplikationen.Breitbahn - Abkürzung: BB. Kennzeichnung eines Druckbogens, der aus der Breite der "endlosen" Papierbahn (Rolle) geschnitten wurde. Die kürzere Seite des Bogens liegt parallel zur hauptsächlichen Ausrichtung der Papierfasern, Laufrichtung bzw. Maschinenrichtung (M) genannt. Beispiele für Formatangaben: 61 cm x 86 cm BB; 61 M x 86.Broschur - Broschuren sind mehrseitige, geheftete Druckprodukte mit und ohne Umschlag. Im Gegensatz zu einem Buch besteht der Umschlag einer Broschur aus gleichartigem Material wie der Innenteil oder aus Karton. In der Regel ist der Umschlag bedruckt. Bindetechnik ganz auf eine kostengünstige, rationelle, maschinelle Produktion. Einzelne Blätter bilden den Innenteil von Einzelblattbroschuren. Bei einlagigen Broschuren sind alle (Doppel-) Blätter des Innenteils ineinandergesteckt bzw. gesammelt und durch eine Rückstichheftung mit Draht oder Faden geheftet. Bei mehrlagigen Broschuren werden einzelne Falzbogen, sogenannte Lagen, hintereinander in richtiger Reihenfolge zusammengetragen. Geheftet wird nur noch bei einfachen Produkten mit Draht seitlich durch den Rücken. Alle anderen Produkte werden mit Faden, durch Fadensiegeln (beim Falzen) oder vor allem mit der Klebebindung geheftet. Der Umschlag mehrlagiger Broschuren ist in der Regel zwei- oder vierfach gerillt.Broschüre - Kleine Druckschrift. Nicht periodisch erscheinende Druckschrift mit bis zu 48 Seiten mit einem Papier- oder Kartonumschlag.Buntheit - Kennzeichnung für den Grad der Farbigkeit unter Berücksichtigung der Helligkeit. Die helligkeitsabhängige Farbigkeit heißt Sättigung. Bei gleicher Buntheit nimmt die Sättigung mit abnehmender Helligkeit zu.Bund - Bei Büchern und Broschüren der Raum in der Mitte.Buntaufbau - Reprotechnischer Fachbegriff für ein Verfahren zur Herstellung von Farbsätzen. Alle Ton- und Farbwerte entstehen prinzipiell durch Teilmengen der subtraktiven Grundfarben Cyan (C), Magenta (M) und Gelb (Y = Yellow). Eine beliebige Mischung aller drei Grundfarben ergibt Tertiärfarben. Bei gleichem Mischungsverhältnis neutralisieren sich die Grundfarben zu Unbuntwerten vom hellem Grau bis zum Schwarz. Zu Unterstützung der Unbuntwerte ist bei realen Druckfarben zusätzlich die Druckfarbe Schwarz zu drucken, um die notwendige Bildtiefe zu erreichen. Um eine höhere Stabilität in der Farbführung (Graubalance) zu erreichen, wird der reine Buntaufbau modifiziert.Buntton - Identisch mit dem Begriff Farbton; wird in der offiziellen Farbmetrik-Terminologie dem Begriff Farbton vorgezogen.Büttenpapier - Papier mit ungleichmäßigem Rand. Bei echtem Büttenpapier entsteht der Rand beim Schöpfen mit dem Papiersieb. Bei unechtem Büttenpapier wird der Rand durch Stanzen imitiert.Byte - EDV: Zusammenfassung von 8 Bits als kleinste adressierbare Speichereinheit. Mit 8 Bits oder 1 Byte sind 28 = 256 alphanumerische Zeichen darzustellen. Weitere Größen: 210 Byte = 1024 Byte = 1 KB (Kilobyte); 210 KB = 1024 KB = 1 MB (Megabyte).CCITT Gruppe 3/4 - Diese Bildkomprimierungsverfahren stammen aus dem Faxbereich; CCITT ist die Abkürzung für Comité Consultatif International Télégraphique et Téléphonique. Die Verfahren beruhen auf der Huffmann-Kodierung, die ebenfalls eine Abwandlung des Runlength-Verfahrens ist. Das Verfahren ist speziell für Schwarzweiß-Bilder optimiert worden und kann auch nur auf solche angewandt werden. CCITT 4 komprimiert in etwa doppelt so stark wie CCITT 3. In PostScript und PDF werden die CCITT-Verfahren unterstützt, in TIFF hingegegen nicht. Die Kompressionsmethode wird sehr oft beim Einlesen von Farbauszugsfilmen mit Copy-Dot-Scannern eingesetzt. Auch in PDF-Dateien werden Bitmap-Bilder häufig mit CCITT Gruppe 4 komprimiert, da Acrobat Distiller diese Methode standardmäßig an Bitmaps anwendet.CCR/GCR - Complementary Color Reduction / Gray Component Replacement. Die Komplementärfarbenreduktion (CCR) ist die Verringerung der Komplementärfarbanteile in einer Mischfarbe (Tertiärfarbe) mit einstellbarer bzw. wählbarer Stärke und Wirkung im gesamten Farbraum. Dabei werden die Grauanteile der Mischfarbe bestimmt. Primärfarben der subtraktiven Mischung werden teileise oder ganz entfernt und durch Schwarz ersetzt. Der Begriff GCR (Ersatz der Graukomponente) wird neuerdings verwendet. Das Verfahren dient der Stabilisierung von Tertiärfarbenmischungen in der Drucktechnik.Chromopapier und -karton - Holzstofffreie (auch: holzfreie) oder holzstoffhaltige (auch: holzhaltige) Papiere und Kartons, die in der Regel einseitig gestrichen sind. Es wird ein wasserfester Strich zur Beschichtung verwendet, der entsprechend den speziellen Anforderungen an das Endprodukt (z. B. gute Eignung für den Offsetdruck, Präge-, Lackier- und Bronzierfähigkeit) zusammengesetzt ist. Chromopapier wird überwiegend für Etiketten, Einwickler und Bezugspapiere, Chromokarton für Faltschachteln, Schaukartons (Displays), Werbedrucke für Dekorationen, Schallplattenhüllen, Buch- oder Broschureneinbände eingesetzt.CIE L*a*b - Von der Commision International de l'Eclairage (Internationale Beleuchtungskommission) 1976 festgelegter Farbraum, der besonders für die Bewertung von Farbunterschieden (Delta-E-Werte) geeignet ist und im Rahmen des Color Managements als geräteunabhängiger Umrechnungs- und medienneutraler Basisfarbraum verwendet wird; es bedeuten L = Helligkeit, a = Rot-Grün-Chrominanz und b = Gelb-Blau-Chrominanz (Farbinformation), aus denen die intuitiven Farbmerkmale Farbton h und Buntheit C abgeleitet werden.Cicero - Typografische Maßeinheit: 1 Cicero = 12 Punkt (= 4,51 mm).CIELUV - (Auch CIE 1976 L*u*v) Ein ebenfalls 1976 definierter Farbraum, der sich für die Farbspezifikation in der additiven Farbmischung (z.B. Fernsehen) oder bei zusammengesetzten Farben eignet. L steht für Helligkeit, U für den Rot-Grün-Wert, V für den Gelb-Blau-Wert.Clipping - Die Umwandlung aller Tonwerte, die heller als eine bestimmte Graustufe sind, in Weiß bzw. aller Tonwerte, die dunkler als eine bestimmte Graustufe sind, in Schwarz, was einen Verlust an Detailschärfe zur Folge hat. Dies gilt auch für die einzelnen Kanäle in einem Farbbild.CMYK - Cyan, Magenta, Yellow, Key. Subtraktiver Farbaufbau aus Cyanblau, Magenta, Gelb und Schwarz, aus dem der herkömmliche Vierfarbendruck aufgebaut ist. CMY sind die primären Farben im subtraktiven Farbmodell.Color-Management-System - (CMS) Software, die entweder auf Betriebssystemebene oder im Rahmen von Anwendungsprogrammen dafür sorgt, dass die Ausgabe in möglichst hohem Maß der Bildschirmdarstellung und der gescannten Vorlage entspricht. Ein CMS korrigiert die Farbverfälschungen, indem es die Daten in einen geräteunabhängigen Farbraum definiert und sie in den gerätespezifischen umrechnet. So kalibriert ein CMS beliebige Publishingsysteme, das heißt, es stimmt Eingabe- und Ausgabeeinheiten aufeinander ab.Computer to Film - (CtF) Bebilderung eines Seitenfilms oder auch von zu Druckformen ausgeschossenen Seitenfilmen mit digitalen Daten.Computer to Plate - (CtP) Bebilderung einer permanenten Druckform mit digitalen Daten außerhalb der Druckmaschine mit hierfür speziell geeigneten Einrichtungen.Computer to Press - Bebilderung einer permanenten Druckform mit digitalen Daten innerhalb der Druckmaschine.Copy-Dot-Funktion - Methode zur punktgenauen Wiedergabe von Filmvorlagen. Hochauflösende Scanner erfassen dabei die Farbauszüge und wandeln sie in Bitmap-Daten um. Innerhalb eines rein digitalen Arbeitsablaufs mit digitaler Plattenbelichtung oder digitalem Druck lassen sich auf diese Art und Weise zum Beispiel als Filme vorliegende Anzeigen in den Workflow integrieren.Datenkomprimierung - Verdichtung von Datenpaketen wie z.B. großen Bilddateien, die durch bestimmte Algorithmen zum Zweck der Verringerung von Übertragungszeiten und Einsparung von Speicherplatz komprimiert werden. Durch diesen Prozess können Datenpakete von »unwichtigen«, unnötigen oder sich wiederholenden Daten befreit und später wieder als »volle« Datei rekonstruiert werden.Delta-E-Wert - (DE) Maß für einen Farbunterschied, z.B. bezüglich der Wiedergabe eines Farbtons in Vorlage und Druck, in Proof und Druck oder in aufeinanderfolgenden Drucken; in der grafischen Industrie werden die 1976er CIELAB-Formel, das 2°-Gesichtsfeld und ein Tageslicht mit 5000 Kelvin zugrundegelegt; die Delta-E-Werte bedeuten 0 bis 0,2 »nicht wahrnehmbar«, 0,2 bis 0,5 »sehr gering«, 0,5 bis 1,5 »gering«, 1,5 bis 3,0 »deutlich«, 3,0 bis 6,0 »mittel« und über 6,0 »groß, stark«.Densitometer - Gerät zur Messung der Schwärzungen fotografischer Schichten bei der Qualitätskontrolle und der Belichterkalibrierung sowie zur Erfassung des Dichteumfanges von fotografischen Vorlagen. Meßwert ist die Dichte. Dichte = lg. Wert der Opazität bzw. der Absorption.Desktop Publishing - (DTP). Heute auch Electronic Publishing genannt, bedeutet sinngemäß das »Drucken auf dem Schreibtisch«. Möglichkeit zur Text-, Grafik- und Bildverarbeitung mit geeigneten Personalcomputern und Programmen (Software), einem Scanner zur Eingabe von Bildern sowie zur Ausgabe einen Laserdrucker. Komplette Druckseiten (Ganzseiten) sind am Bildschirm mit vorhandenen Texten (erfasst mit einem Textverarbeitungsprogramm), mit Grafiken (elektronisch gezeichnet mit einem Paintprogramm oder über Scanner eingelesen) und Bildern (erfaßt im Scanner und mit Bildbearbeitungsprogrammen bearbeitet) zu gestalten. Dazu werden Layoutprogramme eingesetzt. Professionelle Systeme setzen zur Ausgabe Belichter und andere High-End-Systeme in verschiedenen Technologien (Computer-to-film, Computer-to-plate, Computer-topress u.a.) ein.Dickte - Zeichenbreite.Digitaler Druck - Vom Ansatz her beruht der digitale Druck auf einfachen Prinzipien: Die Druckmaschine erhält die Daten über eine Workstation, in der Regel über einen RIP. Die verarbeiteten Daten werden wie beim Laserdruck direkt auf die Form/Trommel geschrieben. Im Gegensatz zu herkömmlichen Drucksystemen, bei denen das Papier mit dem Druckmedium (das Gummituch beim Offsetdruck bzw. der gravierte Zylinder beim Rollentiefdruck) in Berührung kommt, findet bei Kopierern, Laser- und Tintenstrahldruckern diese Berührung nicht statt. Im Einzelnen unterscheiden wir die folgenden digitalen Druckverfahren: 1. Thermodruck: Beim Thermodruck werden farbige Wachsfolien erwärmt, die auf Spezialpapier aufgeschmolzen werden. Die in diesem Verfahren verwendete Walze besteht aus aufeinanderfolgenden dünnen Folien in Seitengröße, die sich aus Wachspigmenten zusammensetzen. Diese Folien stellen komplette Seiten für jede Hauptfarbe dar (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz). Der Thermodruckkopf besitzt Tausende einzeln steuerbarer Elemente, die auf 70 bis 80 Grad Celsius erhitzt werden und winzige Punkte aus farbigem Wachs auf das Papier aufbringen. 2. Sublimationsdruck: Der Farbsublimationsdruck ist eine neue Technologie, die auf einem ähnlichen Prinzip aufbaut wie der Thermodruck. Allerdings werden die Druckelemente auf Temperaturen von bis zu 400 Grad Celsius erhitzt. Während beim Thermodruck die Farbschicht auf die Papieroberfläche aufgebracht wird, führt das Sublimationsverfahren zu einer Durchdringung des Papiers. Dadurch können gleichzeitig verschiedene Abstufungen der Farbintensität und gleitende Farbübergänge erzielt werden. Durch das Erhitzen wird die Tinte direkt vom festen in den gasförmigen Aggregatzustand gebracht, ohne erst zu verflüssigen. Dieser Prozess wird Sublimation genannt. Um das Farbbild zu erzielen, werden die verschiedenen Farben gemischt, und das beim Erhitzen der Farbe entstehende Gas verbindet sich mit den chemischen Stoffen im Papier. Die Farbsublimation ermöglicht hochwertige Reproduktionen, insbesondere beim Druck von Fotografien oder gleitenden Farbübergängen. Um diese erstklassige Qualität zu erhalten, muss jedoch Papier mit einer besonderen Oberflächenbeschichtung verwendet werden. 3. Tintenstrahldruck: Der Tintenstrahldruck basiert auf einer Vorrichtung, die winzige Tintentropfen erzeugt und (mittels elektrischer Felder) an der gewünschten Stelle platziert. Das Gerät sendet entweder einen intermittierenden Strahl aus, der sich nach dem Vorhandensein von bildtragenden und bildfreien Flächen richtet, oder einen durchgängigen Strahl, bei dem die Tinte in nicht zu bedruckenden Bereichen in einen Auffangbehälter umgeleitet wird. Dieses Verfahren ermöglicht somit den Schwarzweiß- und den Farbdruck. Bei dieser Druckmethode unterscheiden sich die verschiedenen Technologien besonders hinsichtlich der Art und Weise, wie der Fluss der mikroskopisch kleinen Tropfen erzeugt und gelenkt wird. Es gibt vier Grundtechniken: Durchgängiger Tintenstrahl, nicht-durchgängiger Tintenstrahl, Strahl mit Pigmenttinte und Tintenstrahl mit fester Tinte. 3a. Verfahren mit durchgängigem Tintenstrahl Das Sweet-System: Im Sweet-System wird die flüssige Tinte durch eine Düse aus der Tintenpatrone gepumpt, und die mikrofeinen Tropfen werden analog zur Frequenz der elektrischen Signale gebildet. Gleichzeitig werden sie durch einen kleinen Tunnel gesprüht, in dem sie elektrisch aufgeladen werden. Wie stark die elektrostatische Ladung ist, wird durch den Computer vorgegeben, der die einzelnen Tintentröpfchen auf die Druckfläche dirigiert. Erhält ein Tropfen keine elektrostatische Ladung, bewegt er sich in gerader Linie fort, trifft auf eine Abdeckung und wird in einen Auffangbehälter umgeleitet. Das Hertz-System: Im Hertz-System werden die mikrofeinen Tropfen durch das Sprühen von Tinte unter hohem Druck erzeugt. Das System ist langsamer, bietet jedoch ausgezeichnete Qualität und eine hohe Auflösung. Allerdings sind die Betriebskosten hoch. 3b. Verfahren mit nicht-durchgängigem Tintenstrahl Diese Methode wurde von Kyser und Sears entwickelt. Die Tintentröpfchen werden nur erzeugt, wenn sie für den Druck benötigt werden. Es werden also keine unbenutzten Tröpfchen im Auffangbehälter gesammelt. 3c. Verfahren mit Pigmenttinte Dieses Verfahren zählt zur Drop-on-Demand-Technologie. Hier werden keine mikrofeinen Tropfen erzeugt, sondern Partikel trockener Pigmente hinausgeschleudert, die sich aufgrund der hohen Auswurfgeschwindigkeit sowie der Kondensation der gleichzeitig ausgestoßenen Bindemitteldämpfe mit dem Papier verbinden. 3d. Verfahren mit fester Tinte (solid ink jet) Diese Technologie verdankt ihren Namen der Tatsache, dass mit Tinte gearbeitet wird, die ihren Aggregatzustand von fest nach flüssig und zurück zu fest verändert, wenn sie geschmolzen und auf das Papier gesprüht wird. Die Technologie der Aggregatzustandsveränderung bietet gegenüber dem Verfahren mit flüssigem Tintenstrahl eine Reihe von Vorteilen, weil die Tinte nicht vom Papier absorbiert wird. Es ist daher möglich, auf praktisch jede beliebige Oberfläche zu drucken und gleichzeitig die Leuchtkraft der Farben zu erhalten. 4. Elektrofotografie/Xerografie Das System bedient sich ähnlicher Druckkomponenten wie elektrostatische Kopiergeräte, in denen der Träger (Trommel oder Metallplatte) mit einem lichtdurchlässigen Material beschichtet und vollständig durch ein Kronen-Ladegerät geladen wird. Danach wird der Träger belichtet, wodurch die Ladung der bildfreien Flächen rückgängig gemacht wird. Die (elektrostatisch geladenen) bildtragenden Bereiche ziehen Partikel der pulverförmigen Tinte beziehungsweise des flüssigen Toners an, die dann durch Wärme auf den Druckuntergrund aufgebracht und fixiert werden. Der Zylinder wird anschließend wieder aufgeladen und ist für eine neue Belichtung bereit.Digitalproof - Die Herstellung von Seitenandrucken direkt anhand gespeicherter digitaler Daten ohne Filmauszüge. Beispiele hierfür sind Laser-, Tintenstrahl-, Thermotransfer- und Farbsublimationsausdrucke.DIN-Formate - Genormte Größen der im Geschäfts- und Behördenverkehr benutzten Papiere und Kartons. Überwiegend eingesetzt werden Formate der DIN-A-Reihe. Ausgangsformat ist der Bogen im Format DIN A0 in der Größe 841 mm x 1189 mm (ca. 1 m²). Durch das Halbieren der langen Seite ergibt sich jeweils das nächstkleinere DIN-Format.Dithering - Das nach bestimmten Algorithmen vorgenommene Zerlegen eines elektronisch gespeicherten Halbtonbildes in zufallsverteilte Rasterbilder (Streuraster; frequenzmodulierter Raster oder FM-Raster); im Druck werden FM-Raster insbesondere für die Wiedergabe schwieriger Sujets mit feinen Details (Textilien, Teppiche, Möbel etc.) gewählt, »gedithert« wird aber auch, wenn die Grafikkarte nicht in der Lage ist, eine ausreichend hohe Auflösung zu bieten, um am Bildschirm alle Graustufen und/oder Farben darzustellen; durch dichtes Aneinandersetzen andersfarbiger Bildpunkte (z.B. gelber und blauer) wird beim Dithern die Illusion einer bestimmten Farbe (z.B. Grün) erweckt.Dot - Kleinstes auf Ausgabegeräten (d.h. Druckern oder Belichtern) darstellbares grafisches Element; die Auflösung des Ausgabegerätes (dots per inch, dpi) ist unabhängig von der Auflösung des Eingabegerätes, welches eine Halbtonauflösung (pixels per inch, ppi) liefert; aus den Dots setzen sich wiederum die Rasterelemente (quadratische, elliptische, kreisförmige Punkte) mit einer bestimmten Rasterweite (lines per inch, lpi) zusammen.Downsampling - Reduzierung der durch den Farbscanner bestimmten Bit-Tiefe einer Bilddatei zwecks Anpassung an die zumeist geringere Bit-Tiefe des Ausgabegerätes; typisch ist die Reduzierung von 10 bis 16 Bit je Farbkanal R, G, B des Scanners auf 8 Bit je Farbkanal C, M, Y, K des Belichters; mit dem 1997 eingeführten PostScript 3, das eine 16-Bit-Rasterung unterstützt, können dadurch verursachte Qualitätsverluste vermieden erden.dpi (dots per inch) - Punkte (Pixel) pro Zoll. - Maßeinheit für die Ausgabeauflösung von Druckern, Belichtern oder Bildschirmen. Bildschirme lösen im allgemeinen mit 72 dpi auf, Laserdrucker zwischen 300 und 1800 dpi, Belichter zwischen 600 und 12000 dpi, Scanner bis hin zu 11000 dpi; hohe Auflösung bedeutet großes Datenvolumen. - Maß für Rasterweite, im DTP-Bereich üblich. Umrechnungstabelle in metrische Einheiten (im klassischen Repro üblich): 30er Raster (metrisch): ca. 76 dpi 50er Raster (metrisch): ca. 127 dpi 60er Raster (metrisch): ca. 152 dpi 70er Raster (metrisch): ca. 177 dpiDruckbogen - Der Druckbogen ist das Endprodukt der Seitenmontage und entspricht in der Größe dem genutzten Papierformat respektive bei Rollendruckmaschinen den beschnittenen Papierbahnen. Der Druckbogen dient beim Maschinenandruck als Grundlage für die Bogenabnahme, das heißt für die letzte Prüfung, bevor eine Auflage gedruckt wird.Druckkennlinie - Die Druckkennlinie zeigt auf, wie weit der gedruckte Rasterpunkt von dem Rasterpunkt auf der Kopiervorlage (Film) bzw. auf der Druckplatte abweicht. Grafische Darstellung in einem Koordinatensystem, die die Tonwertzunahme als Abweichung des Rastertonwertes im Druck FD vom Rastertonwert im Film FF (Kopiervorlage) anschaulich aufzeigt. Diese Information ist bei standardisierter Druckformherstellung und (im engeren Sinn) nur für eine ganz bestimmte Druckmaschine gültig. Sie ist von vielen Parametern wie Druckdichte im Vollton (Farbgebung), Drucktechnik, Bedruckstoff, Druckfarbe, Anpreßdruck abhängig. Ermittelt wird die Druckkennlinie mit einer Raster-Grauskala als Film, die in eindeutig definierten Stufen Rastertonwerte und eine Vollfläche wiedergibt. Die Werte der Kopiervorlage und des dazugehörenden Druckbildes werden in einem Diagramm eingetragen und durch eine Kurve miteinander verbunden. Die Druckkennlinie ist ein eindeutiges Kommunikationsmittel zwischen den Teilbereichen Reproduktionstechnik, Andruck und Druckproduktion (Fortdruck, Auflagendruck). Arbeitswerte bei Produkten der einzelnen Teilbereiche (Vorstufen) sind auf standardisierte Druckproduktions- bedingungen abzustimmen.Druckkontrollstreifen - Vierfarbige genormte Präzisionsmess- und Druckkontrollstreifen, mit denen sich Parameter wie Graubalance, Passgenauigkeit und Farbdichte in Proof und Druck überwachen lassen. Sie werden als Referenz mitgedruckt.Drucknutzen - Um das Papierformat besser ausnutzen zu können und um kostengünstiger und schneller produzieren zu können, druckt man häufig in mehreren Nutzen. Dabei sind auf einem Druckbogen mehrere Nutzen angeordnet, die dann erst beim Beschneiden getrennt werden.Duplexdruck - Zweitondruck. So kann man z.B. durch Braun als Zusatzfarbe das Bild »wärmer« machen.Durchschuss - Zeilenabstand.Echtfarbendatei - Auch Truecolor File; häufig verwendeter Begriff für eine Farbdatei, die nach der Erzeugung bzw. Bilderfassung in einem RGB-Format mit je 8 Bit für die drei Farbkanäle vorliegt, also insgesamt 24 Bit; in einer solchen Datei können theoretisch 2^(3x8) Farben = 16.777.216 Farben dargestellt werden.Entrastern - Das Beseitigen von Rasterpunkten während oder nach dem Scannen bereits gedruckter Vorlagen durch Defokussierung des Bildes. Hierdurch werden Moiré-Muster und Farbverschiebungen bei der anschließenden Rasterproduktion verhindert.EPS - (Encapsulated PostScript). Ein von Adobe für die Weitergabe von (Bild-)Daten entwickeltes Grafik- bzw. Bilddatenformat mit Pixel- und/oder Vektordaten, das sich für das Einbinden von Strichgrafiken oder Bildern in größere PostScript-Dokumente eignet; es besteht aus einem Header, der für die Ausgabe auf PostScript-Belichtern oder -Druckern relevante Informationen (u.a. Rasterweite, -winkelung und -punktform etc.) enthält, sowie einem PostScript-File mit den eigentlichen Bildinformationen; zusätzlich zu dieser Bildbeschreibung beinhaltet das Format ein niedrigauflösendes Bild (bei PCs meist ein TIFF-Bild oder ein Bild im Windows Metafile Format, WMF; beim Mac ein Bild in TIFF- bzw. PICT-Format) für die Bildschirmdarstellung.Euroskala - Die E. oder Europa-Skala ist eine in Europa verwendete, normierte Farbtabelle, die für die im Vierfarbdruck eingesetzten Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK), die Druckreihenfolge, die Sättigung und den Farbton festlegt. Die Skala liegt als Nachschlagewerk oder Farbatlas vor und gibt die im Druck möglichen Farbtöne wieder.Fadenheftung - Qualitativ hochwertigste Bindetechnik zur Herstellung von Buchblocks. Die einzelnen Heftlagen (Falzbogen) eines Buches werden durch Rückstichheftung mit Fäden zu einem Buchblock vernäht. Der Rücken kann zusätzlich durch Gaze (Gewebe) oder Krepp-Papier verstärkt werden.Falz - In der Buchbinderei ein scharfer Bruch bei Papieren. Aus einem Rohbogen (plan liegender Druckbogen) entsteht ein Falzbogen. Die Seiten bei mehrseitig bedruckten Bogen sind so angeordnet, dass durch das Falzen ein Produkt (Prospekt, Werk u. a.) mit fortlaufenden Seitenzahlen entsteht. In der industriellen Buchbinderei werden gedruckte Bogen mit Falzmaschinen gefalzt. Gefalzt wird ebenfalls in Rollen-Rotationsdruckmaschinen in speziellen Falzapparaten (Falzsysteme). Die Laufrichtung des Papiers sollte mit dem letzten Falz parallel laufen. Man unterscheidet prinzipiell die Falzarten Kreuzfalz und Parallelfalz mit verschiedenen Varianten und Kombinationen. Bei einem Kreuzfalz erfolgt der nachfolgende Falz immer im rechten Winkel, bei einem Parallelfalz immer parallel zum vorhergehenden Falz.Farbkalibrierung - Zur korrekten Reproduktion von Bildern im Druck sollten sämtliche eingesetzten Geräte, etwa Farbbildschirm und Grafikkarte, Farbdrucker und Belichter, aufeinander abgestimmt sein, so dass sie numerisch festgelegte Werte für Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz übereinstimmend darstellen.Farbprofil - Alle Geräte, die Farbe verarbeiten, verfälschen diese auch in gewissem Maß. Jeder Scanner, Monitor oder Drucker hat seine eigen Farbcharakteristik, denn verschiedene Gerätetypen und Baureihen unterscheiden sich. Außerdem kommen individuelle Abweichungen von Gerät zu Gerät hinzu, die sich im Laufe der Zeit weiter ändern. Farbprofile dienen dazu, die Farbeigenschaften eines Gerätes zu beschreiben. Entweder liefert der Hersteller ein Profil oder der Anwender generiert mit Hilfe entsprechender Tools individuelle Profile für seine Geräte. Aufgrund dieser Farbprofile kann das Color-Management-System die einzelnen Komponenten aufeinander abstimmen (Farbkalibrierung). Im Druck versteht man unter Farbprofil die Verteilung der in das Farbwerk einer Druckmaschine über die Formatbreite einlaufenden Druckfarbenmenge entsprechend der zonalen Flächendeckung der Druckform; die Daten für eine Farbprofil werden entweder aus den Druckbogendaten der Druckvorstufe (CIP3-Konzept) oder mittels eines Druckplattenlesers gewonnen, um die Druckfarbendosierung voreinstellen zu können.Farbraum - Modellhafte räumliche Darstellung von Farben und ihrer Beziehungen zueinander; eine technisch vielfältig genutzte Möglichkeit ist der RGB-Farbraum; anschaulicher ist ein Farbraum, der auf der Empfindung von Helligkeit, Buntton bzw. Sättigung aufbaut; beim Color-Management werden die individuellen Farbraumfehler der beteiligten Geräte mittels Geräteprofil neutralisiert, indem sie in einen geräteunabhängigen Basisfarbraum eingerechnet (Farbraumtransformation) und an den Farbraumumfang (Gamut) der Zielfarbwiedergabegeräte, z.B. der Druckmaschine, angepasst werden (Gamut-Mapping).Farbseparation - In der Reproduktionstechnik wird eine Farbvorlage durch das Vorschalten (analog) oder durch die Berechnung von Farbanteilen (digital) in Farbauszüge (Teilbilder) zerlegt. Sinn der Farbseparation ist es, ein viele Farben beinhaltendes Farbbild durch geeignete Kombination weniger Auszugsfarben (Primärfarben, z.B. Cyan, Magenta, Gelb) darzustellen.Farbskala - 1. Druckfarbe: Genormte Druckfarben für einen Farbdruck, z. B. Europaskala nach DIN 16539. 2. Andruck: Druck der einzelnen Farben und der Zusammendrucke für die korrekte Farbführung im Auflagendruck; auch: Andruckskala genannt.Farbtiefe - Gesamtzahl der Bits, die für die Tonwert- bzw. Farbwert-Charakterisierung eines Pixels in einem Bild-, Grafik- oder Videodatenformat zur Verfügung gestellt werden; eine Farbtiefe von 24 bit/Pixel bedeutet z.B. eine Pixeltiefe von 8 bit je Farbkanal R, G, B, also 3 x 8 bit, das sind 2^24=16.777.216 darstellbare Farben; eine Pixeltiefe von 8 bit je Farbkanal C, M, Y, K ( 4 x 8 bit) erzeugt hingegen eine Farbtiefe von 32 bit/Pixel, und das sind 2^32=4.295 Mrd. Farben.Frequenzmodulierter Raster - Beim frequenzmodulierten Raster haben alle Rasterpunkte die gleiche Größe. Verändert wird die Anzahl der Punkte pro Flächeneinheit, deren räumliche Verteilung nach mathematischen Zufallsprinzipien erfolgt.Gamut - Farbraumumfang; über seine Größe entscheidet die Sättigung der Basisfarben des jeweiligen Farbraums, z.B. die Farbstoffe in einem Dia (am größten), die Bildschirmphosphore, die Inkjet-Tintenpigmente oder die Druckfarben-Skalenpigmente (am kleinsten); zwischen Dia und Druck muss also eine Farbraumkompression stattfinden, wenn die ursprünglichen Beziehungen der Farben zueinander erhalten bleiben sollen.Gamut Mapping - Eingabe-, Betrachtungs- und Ausgabesysteme arbeiten mit unterschiedlichen Techniken der farbmetrischen Darstellung. Ein Color-Management-System sollte daher die Aufgabe erfüllen, diese verschiedenen Techniken im Arbeitsprozess so zu optimieren, dass bei jedem Verarbeitungsschritt - auch bei der optischen Kontrolle - eine zur Ausgabe deckungsgleiche Information simuliert wird. Im Zusammenhang damit muss das Problem gelöst werden, dass insbesondere die häufig genutzten Farbräume CMYK und RGB nicht standardisiert sind. Und immer gilt es, Farbräume mit höherem Informationsumfang zu einem solchen mit niedrigerem Umfang zu transformieren. Von dem Referenzfarbraum mit dem größtmöglichen Farbumfang wird dann zum jeweiligen Zielfarbraum umgerechnet (Gamut Mapping). Dabei wird ein bestimmter Farbwert, der außerhalb des Zielfarbraumes liegt, so behandelt, dass ursprüngliche Farbunterschiede erhalten bleiben. Neben dem Ist- und Sollwertvergleich sollten zudem Zielbandbreiten kalibriert werden können, um der Wunschvorstellung einer wiederholbaren und vorhersehbaren Farbreproduktion nahe zukommen. Bei Gamut Mapping gibt es vier verschiedene Strategien, die als das ICC »Rendering Intents« bezeichnet: Absolute Colorimetric Rendering setzt nahezu identische Farbräume von Vorlage und Reproduktion voraus. Relative Colorimetric Rendering erfolgt durch Gleichsetzung der Weißpunkte von sehr ähnlichen Farbräumen. Perceptual ist wohl das meistgebrauchte Verfahren, bei dem durch Gamut Mapping und Angleich der Gradationen eine wahrnehmungsmäßig annehmbare Übereinstimmung von Vorlage und Druck angestrebt wird. Saturation Preserving ist nur bei Vorlagen mit hochgesättigten Farben wie Präsentationsgrafiken sinnvoll.Geräteprofil - Durch Ist-Soll-Vergleich zwischen Farbmessergebnissen und Referenzwerten einer Testdruckform berechnete Korrekturtabelle zur Charakterisierung des Farbraums eines Eingabegerätes (z.B. Scanner), eines Displays (z.B. Monitor) oder eines Ausgabegerätes (z.B. Druckmaschine); im Rahmen des Color Managements dienen die Geräteprofile zur kontrollierten Farbraumanpassung zwischen Vorlage, Bildschirmdarstellung und Druckwiedergabe.Gesamtfarbauftrag - Angabe in %. Im DTP wird vielfach das Wort »Gesamtfarbauftrag« für den Begriff Flächendeckungssumme verwendet.Glyphe - Als Glyphe bezeichnet man einen Buchstaben, den ein Zeichensatz in mehreren Formen enthält. Dies ist beispielsweise im arabischen Sprachraum hilfreich, da sich dort die Form eines Zeichens in Abhängigkeit von der Position ändert, die es innerhalb eines Wortes einnimmt.Gradation - Allgemein: Wiedergabe von Tonwertabstufungen einer Bildvorlage in ein anderes Produkt z.B. als Kopiervorlage und im Druck. Reproduktionstechnik: Wiedergabefähigkeit eines Fotomaterials für Tonwertabstufungen einer Bildvorlage unter bestimmten Verarbeitungsbedingungen (Belichtung, Entwicklung, Chemikalien). Die Bezeichnung bezieht sich auf den Kontrast eines entwickelten Fotomaterials. Der Wert der Gradation ist aus der Steilheit des geradlinigen Teils der charakteristischen Kurve, Gamma genannt, abzulesen. Man unterscheidet bei Fotomaterialien Gradationsstufen zwischen weich und ultrasteil. Eine ultrasteile (sehr harte) Gradation bildet nur zwei Tonwerte ab, z.B. schwarz und weiß. Je weicher die Gradation ist, desto mehr unterschiedliche Helligkeitswerte liegen zwischen schwarz und weiß.Graubalance - Die Balance zwischen den CMY-Farbstoffen, die zur Erzeugung neutraler Grautöne ohne Farbstich erforderlich sind.Graustufen - Diskrete Tonwertstufen in einem Halbtonbild, typisch für digitale Daten. Die meisten Halbtonbilder weisen 256 Graustufen pro Farbe auf.Graustufenbild - Ein Halbtonbild, das nur aus Schwarz-, Weiß- und Graudaten besteht.Greiferrand - Schmaler Streifen an der Druckbogenvorderkante. Im Bogendruck wird der einzelne Druckbogen an der Vorderkante durch Greifer (Greifersysteme) erfasst und durch die Druckmaschine geführt. Der Greiferrand kann nicht bedruckt werden.Grotesk - nannte man im 19. Jahrhundert bei deren Aufkommen die serifenlosen Antiqua-Formen, weil sie den Zeitgenossen eben so erschienen; heute eher ungebräuchlich.Halbtonbild - Ein Farb- oder Graustufenbild, das im Gegensatz zu Strichbildern kontinuierlich variierende Tonwerte wiedergeben kann.Hexachrome - Spezielles Separationsverfahren der US-amerikanischen Firma Pantone für den Druck mit sechs Farben. Neben den üblichen Farben für den Vierfarbdruck (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz, CMYK) zieht man bei Hexachrome zusätzlich einen Grün- und einen Orangeton heraus. Nach den Angaben von Pantone lassen sich mit dem Hexachrome-Verfahren und den zugehörigen Druckfarben 90 Prozent der Farben der Pantone-Skala drucken.Hi Color - (High Color) Darstellung oder Ausdruck von mindestens 32000 Farben. >True ColorHinting - Ein wichtiger Vorgang bei der Produktion einer Schrift ist das Hinzufügen der Hints für die Bildschirmdarstellung. Softwares unterstützen das so genannte Hinting, indem sie mit Methoden der Bildbearbeitung repräsentative und wiederkehrende Buchstabenteile erkennen, beispielsweise Balken, Überhänge an Schriftlinien und Serifen. Für jedes erkannte teil generiert die Software entsprechend dem Schriftformat (PostScript oder TrueType) standardisierte Folgen von Hints zur optimierten Darstellung, die in sämtlichen Punktgrößen gleichmäßig wirken. So lässt sich eine deutliche Verbesserung des Lesbarkeit am Bildschirm erzielen.Hints - Bei PostScript- oder TrueType-Schriften eingesetzte Codierungen, die das typische Charakteristikum des jeweiligen Fonts auch bei kleinen Schriftgraden und/oder groben Auflösungen erhalten.HSL/HSV - Farbmodelle auf Grundlage von drei Koordinaten: Farbton (Hue), Sättigung (Saturation) und Helligkeit/Leuchtkraft (Lightness/Luminance) oder Wert (Value) der Farbe. Diese Farbraummodelle sollen der menschlichen Wahrnehmung näherkommen.Hue - Koordinate für den Farbton im Munsel-Farbraum.ICC - International Color Consortium. Unter Federführung der Fogra (Deutsche Forschungsgemeinschaft für Druck- und Reproduktionstechnik e.V.) arbeitet dieses Komitee an der Standardisierung der Handhabung von Farbbildern und von Farbprofilen. Ziel ist es, das Color-Management in Zukunft unabhängig von Plattformen und Applikationen zu realisieren. Das ICC wählte als farbmetrisches Referenzsystem den CIE L*a*b-Farbraum. (Die Nutzung von CIE L*a*b in einem Reproduktionssystem führt dazu, dass die drei Grundeigenschaften der Farben - Helligkeit, Sättigung und Farbton - getrennt voneinander verändert werden können.)ICC-Profil - Eine Datei, die das Farbverhalten eines bestimmten Ein- oder Ausgabegerätes in einer vom ICC definierten Form beschreibtImposition-Software - Ausschießprogramm, d.h. eine Software, die die Einzelseiten auf einem Druckbogen so in Position bringt, dass sie nach dem Falzen in der richtigen Reihenfolge stehen.Indexfarbe - Ein Farbsystem, das Daten aus einer Datei oder aus der Software als Verweis auf eine Farbtabelle verwendet, d. h., die Farbe wird nicht direkt angesprochen. Die aus einer 24-Bit-Farbpalette angegebenen Farben, die auf einem 8-Bit-System angezeigt werden, sind Indexfarben.In-Rip-Separation - Eine Farbseparation, die vom Rip ausgeführt wird.In-Rip-Trapping - Ein Trapping, das vom Rip ausgeführt wird.Interferenz - »Überlagerung« von (Licht-)Wellen, die sich dadurch gegenseitig periodisch verstärken oder auslöschen.Interpolation - In Zusammenhang mit der Bildbearbeitung bezeichnet dies die Erhöhung der Bildauflösung durch Hinzufügen neuer Pixel im gesamten Bild. Zur Berechnung der neuen Pixel werden Nachbarpixel herangezogen.IT8-Standard - Vom Information Technology Committee 8 des American Standars Institute (ANSI) verabschiedete Standars, die teilweise internationale Gültigkeit erlangten (ISO-Normen), z.B. Anwender-, Geräte- und Datenträgeraustauschformate (UEF, DEF, DDES) oder die Testdruckformen IT8.7/1 bis IT8.7/3 für das Color-Management.Jobticket - Eine Sammlung digitaler Informationen, die angeben, wie ein bestimmter Job weiterzuverarbeiten ist. Manche Workflow-Konzepte setzen Jobtickets ein, um die Abläufe in der digitalen Vorstufe weitgehend zu automatisieren. Ist das Jobticket ausgefüllt, sorgt eine zentrale Steuerinstanz dafür, dass Vorgänge wie Farbseparation, Trapping, Rippen, Proofen und Belichten ohne zusätzliche Benutzereingriffe erledigt werden. Das Jobticket ist dabei das elektronische Gegenstück zur Auftragstasche. Die Fa. Adobe hat ein »Portable Job Ticket Format« (PJTF) definiert, das es allen Herstellern von Vorstufensoftware möglich macht, sich an einem einheitlichen Standard zu orientieren, so dass man als Kunde leichter die Lösungen unterschiedlicher Hersteller kombinieren kann. Adobe, Agfa, MAN Roland und Heidelberg sind die Initiatoren des neuen Jobticket JDF (= Job Definition Format). Es umfasst alle Funktionen des PPF-Standards und alle Eigenschaften von PJTF. Die Softwarekonzeption JDF basiert auf XML. Ziel ist es, Maschinen- und Gerätesteuerungen, Druckereivernetzung und internationale Datennetze zusammenzuführen, basierend auf gleichen Standards.JPEG/JPG - Gescannte Abbildungen benötigen viel Speicherplatz, besonders wenn sie farbig sind und eine hohe Auflösung haben. Verschiedene Verfahren ermöglichen es, durch Kompressionsalgorithmen diesen Platz zu reduzieren, wobei die JPEG (Joint Photographic Expert Group)-Kompression weit verbreitet ist. Dieses Verfahren zerlegt die Bilder in Flächen von 8 mal 8 Pixeln und komprimiert sie mit Hilfe einer diskreten Cosinus-Transformation. Die JPEG-Kompression geht allerdings nicht verlustfrei vonstatten. Je höher der Kompressionsgrad, desto mehr Bildinformationen gehen verloren. Um den Verlust an Information zu beschränken, tut der Anwender gut daran, sämtliche Korrekturen zunächst in dem unkomprimierten Bild auszuführen und es erst dann für die endgültige Speicherung zu komprimieren. Insbesondere ein mehrfaches Komprimieren und Dekomprimieren mit unterschiedlichen Kompressionsgraden kann schnell zu Bildern führen, denen es sowohl an Textur als auch Farbe fehlt.Kalibrierung - Die Einstellung von Geräten und Maschinen auf einen Standardwert zur Erzielung gleichmäßiger Ergebnisse. Die Kalibrierung und stabile Arbeitsweise farbverarbeitender Geräte ist zugleich eine Voraussetzung für erfolgreiches Color Management.Kelvin-Skala - Eine Temperaturskala, die beim absoluten Nullpunkt (ca. -273° Celsius) beginnt (= 0° Kelvin). Celsius-Angaben lassen sich ganz einfach in Kelvin-Werte umrechnen, wenn die Zahl 273 zu den Celsius-Graden addiert wird.Kerning - Unter K. (Unterschneidung) versteht man das Zusammen- oder Auseinanderrücken von Buchstabenpaaren, damit diese nicht durch unpassende Abstände die Ästhetik des jeweiligen Schriftbildes zerstören. Erfolgt eine solche Korrektur automatisch, spricht man von einer Ästhetikfunktion oder einem Ästhetikprogramm.Klebebindung - Fadenloses Heften von Buch- und Broschurenblocks. Es sind prinzipiell zwei buchbinderische Verfahrenstechniken zu unterscheiden: 1. Fächerklebebindung 2. Blockklebebindung. Bei der Fächerklebebindung, nach dem Erfinder auch Lumbeck-Verfahren genannt, wird der Bund des zusammengetragenen Buchblocks glatt aufgeschnitten. Die einzelnen Seiten des Buchblocks werden auf etwa zwei Drittel der Fläche fest zusammengepresst. Der herausragende Rücken des Buchblocks lässt sich zu beiden Seiten auffächern. Dabei wird jeweils Klebstoff aufgetragen und der Rücken mit Gaze oder Papier überklebt. Durch dieses Fächern kann Klebstoff relativ weit zwischen die einzelnen Blätter des Buchblocks eindringen. Dies fördert die intensive Haftung der einzelnen Blätter zu einem stabilen, gut haltbaren Buchblock. Wegen hoher Kosten und geringer Leistung eignet sich das Verfahren nur für besonders hochwertige Klebebindungen, beispielsweise Bildbände. Die Blockklebebindung ist das überwiegend eingesetzte Bindeverfahren in der industriellen Broschuren- und Buchherstellung. Produziert wird in kompletten Klebebindestraßen. Broschuren- oder Buchblocks werden in Klebebindern automatisch aus gefalzten Lagen (Falzbogen) zusammengetragen. Dieser Rohblock wird im Rücken (Bund) gerüttelt, zu einzelnen Blättern aufgefräst, evtl. zusätzlich eingekerbt und mit Klebstoff eingestrichen. Dazu werden synthetische Dispersionsklebstoffe oder synthetische, thermoplastische Schmelzklebstoffe verwendet. Bei Broschuren (z. B. sogenannten Taschenbüchern) wird auf den noch nicht verfestigten (abgebundenen) Klebstoff der zwei- oder vierfach gerillte Kartonumschlag um den Rohblock umgelegt und an den Rücken angepresst. Das Endprodukt wird in einem Dreimesserautomaten im Kopf und Fuß sowie außen (Front) beschnitten und danach auslegt.Kopiervorlagen - Für das jeweilige Druckverfahren und die Kopie der Druckplatten geeignete positive oder negative Durchsichtsvorlagen mit bestimmten technischen und tonwertbezogenen Eigenschaften. Technische Eigenschaften beziehen sich auf die Kopierfähigkeit, tonwertbezogene Eigenschaften auf die reprotechnische Qualität im Vergleich zur Bildvorlage. Beispiel zu technischen Eigenschaften von Kopiervorlagen für die Positivkopie im Offsetdruck: positive, seitenverkehrte Durchsichtsvorlage (Film), Bildstellen gleichmäßig lichtundurchlässig geschwärzt (mindestens 2.5 lg Dichte) und randscharf, Nichtbildstellen schleierfrei und hochtransparent (maximal 0.06 lg Dichte).Körperfarbe - Farbe eines nicht selbstleuchtenden Körpers oder einer nicht selbstleuchtenden Oberfläche.Komplementäres Filter - Filter in Farbdensitometern, unter dem eine zu messende Farbe eine maximale Absorption bewirkt, z.B. die Druckfarbe Magenta unter Grünfilter.Komplementärfarbe - Eine Farbe ist zu einer anderen Farbe komplementär, wenn die additive Mischung beider Farben unbunt ergibt.Kunstdruckpapier - Original Kunstdruckpapiere sind hochwertigste gestrichene Papiere, die durch Oberflächenbeschichtung in einer speziellen Streichanlage eine glänzende oder auch matte gleichmäßig geschlossene Oberfläche erhalten. Sie eignen sich für eine optimale Bildwiedergabe mit feinsten Rastern.Lackieren - Druckprodukte durch einen farblosen Lackauftrag schützen und/oder veredeln. Sehr hoher Oberflächenglanz ist beim Beschichten mit speziellen Lackiermaschinen möglich. Dazu müssen die Druckfarben bestimmte Lackierechtheiten für die entsprechende Lacksorte aufweisen. Kostengünstiger ist jedoch das direkte Lackieren in Druckmaschinen. Möglich ist ein separater Druckgang; mehr und mehr wird jedoch die In-line-Lackierung eingesetzt, d. h. nach dem Druck erfolgt unmittelbar der Lackauftrag.Laufrichtung - Bedruckstoffe: Die Laufrichtung, auch Maschinenrichtung genannt, ist die Fließrichtung, in der das Papier durch die Papiermaschine läuft. Faserstoffe aus dem dünnflüssigen Ganzstoff liegen durch die Bewegung des Langsiebes überwiegend parallel zur Laufrichtung. Dies ist auch durch leichtes seitliches Schütteln des Siebs nicht zu verhindern. Bei fertigem Papier wird die Richtung rechtwinklig zur Laufrichtung Dehnrichtung genannt. Faserstoffe sind hygroskopisch, d. h. sie nehmen Feuchtigkeit und quellen vor allem in der Faserbreite, kaum in der Faserlänge. Kommen Papiere im Druck- und sonstigen Verarbeitungsprozess mit Feuchtigkeit in Kontakt, so dehnt sich das Papier stärker in der Dehnrichtung (Faserbreite) als in der Laufrichtung. Für die Auswahl und die folgende Verarbeitung von Papier und Karton ist die Laufrichtung zu beachten, da der Bedruckstoff in dieser Richtung meist eine größere Festigkeit bzw. Steifigkeit sowie bessere Dimensionsstabilität (d. h. geringeren Papierverzug) aufweist. Beispiel: Beim Werkdruck ist die Laufrichtung des Papiers so zu wählen, dass der letzte Falz parallel zum Buchrücken liegt. Der Bogen lässt sich problemloser falzen, es gibt keine Wellenbildung im Rücken nach dem Leimen und einzelne Blätter lassen sich leichter aufschlagen bzw. umlegen. Rollenpapier hat die Laufrichtung immer parallel zur Abrollrichtung. Bei Bogenpapieren unterscheidet man nach dem Herausschneiden aus der Papierrolle Papier in Breitbahn oder Schmalbahn. Breitbahn: Die kurze Seite des Bogens läuft parallel zur Laufrichtung; die breitere Seite wurde aus der laufenden Papierrolle geschnitten. Kennzeichnungsbeispiele: 61 cm x 86 cm BB (Breitbahn) oder 61 M x 86 (Angabe cm entfällt, M = Maschinenrichtung) Schmalbahn: Die lange Seite läuft parallel zur Laufrichtung; die schmalere Seite wurde aus der laufenden Papierbahn geschnitten. Kennzeichnungsbeispiele: 61 cm x 86 cm SB (Schmalbahn) oder 61 x 86 M.Layer - Viele DTP-Softwares zerlegen Abbildungen oder Layouts in Layer, also verschiedene Ebenen, auf denen sich unterschiedliche Bildteile oder Gestaltungselemente befinden. Neuerdings lassen sich in einigen Programmen auch Funktionen in Layern speichern. Auf diese Weise bleibt das Originalbild so lange unverändert, bis das Programm die Bearbeitungsschritte aus allen Ebenen zur Ausgabe zusammenrechnet.LCH - Lightness/Chroma/Hue; in manchen Bildbearbeitungsprogrammen verwendete Bedienoberfläche, die empfindungsgemäß und anschaulich nach Helligkeit, Buntheit und Buntton aufgebaut ist.Licht - Sichtbare Strahlung (Wellenlängenbereich 380-780 nm).Linearschriften - Meist serifenlose Schriften, bei denen alle Striche dieselbe Breite haben. Viele scheinbare Linearschriften (wie etwa die Futura) sind überarbeitet und haben unterschiedliche Strichstärken.Look Up Table - Die Tabelle von Farben, die ein Computer jeweils anzeigen kann. Der Computer verwendet diese Tabelle, um die gewünschte Farbe näherungsweise aus dem verfügbaren Farbumfang auszuwählen.Lpi - Lines per ich. Linien pro Zoll. Maßeinheit, die die Rasterweite von Halbtonbildern beim Druck angibt.LZW - (Abk. für engl. Lempel Ziv Welch): Im Jahr 1977 von Lempel und Ziv entwickelter und 1984 von Welch zur Verfügung gestellter Kompressionsalgorithmus. Er nutzt die Tatsache aus, dass sich Redundanzen überwiegend in sich wiederholenden Zeichenketten widerspiegeln.Majuskel - Eine nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Großbuchstaben, die durch den Begriff >Versalien ersetzt wurde.Maske - Eine Maske deckt Bereiche eines Bildes ab, die der Nutzer entweder von der weiteren Benutzung ausschließen will oder in der - unabhängig vom Bild - Modifikationen vorgenommen werden sollen.Masterseite - Musterseite/Standardseite. Vordefinierte Seite in Layout- oder modernen Textverarbeitungsprogrammen, die neben der Seiteneinteilung (Randverhältnisse, Satzspiegel, Spaltenzahl, Spaltenbreite und -höhe etc.) auch typografische Vorgaben (Schriftart, -grad, -schnitt, Zeilenabstand für alle auf der Seite benutzten Schriften) sowie Standvorgaben für Bilder enthalten kann; da sie im allgemeinen vom Programm jeweils als Kopie geöffnet wird, ist es möglich, sie immer wieder als identische Gestaltungsvorlage für weitere gleichartige Seiten zu nutzen.Minuskel - Eine ältere Bezeichnung für Kleinbuchstaben, die durch den Begriff Gemeine ersetzt wurde.Moiré - Als Moiré bezeichnet man eine regelmäßige Vorzeichnung, die durch die Wechselwirkung zwischen zwei geometrischen Mustern entsteht. Da ein Halbtonraster ein geometrisches Muster von Rasterpunkten darstellt, kommt es naturgemäß immer dann zu Moiré-Effekten, wenn zwei oder mehrere Raster übereinanderliegen. Beim Vierfarbdruck entstehen Moirés durch die Wechselwirkungen zwischen den Cyan-, Magenta- und Schwarz-Rastern, sowie durch die Wechselwirkung des Gelb-Rasters mit dem zusammengesetzten Muster der anderen Rasterfilme. Durch Verwendung frequenzmodulierter Raster lässt sich eine Moiré-Bildung weitgehend vermeiden.Non lossy - Ein Verfahren der Bildkomprimierung ohne Qualitätsverluste.Nutzen - Anzahl der Einzelteile bzw. Exemplare, die aus einer Papierbahn oder einem Druckbogen herauszuschneiden sind. Beispiel: Prospekt, zu 8 Nutzen auf einem Bogen gedruckt. 8 Prospekte stehen auf diesem Druckbogen und sind in der Druckweiterverarbeitung aus dem Bogen zu schneiden. Der Begriff wird auch für Einzelteile verwendet, z.B. mehrfach von derselben Vorlage hergestellte Kopiervorlagen = Nutzenfilme.One-Pass-Technik - Auch Single-Pass-Technik; Verfahrensweise moderner Flachbettscanner, die die drei Filterkanalfarben (Rot, Grün, Blau) in einem Scandurchgang zur Bilderfassung nutzen; ältere Flachbettscanner benötigen für jede Farbe einen separaten Durchgang und somit die dreifache Zeit.Opentype - Ein neues, von Adobe und Microsoft entwickeltes Schriftformat, das nicht nur Type-1 und TrueType in einem einzigen Format vereinigt, sondern auch die bei den PostScript-Schriften übliche Dichotomie von Screen- und Printerfont beendet.OPI - Open Prepress Interface. Universelles Schnittstellenprotokoll für die Druckvorstufe. Erlaubt den Einsatz von so genannten OPI-Servern. Das hochauflöste Bild wird auf einem leistungsfähigen Rechner eingescannt und nur die niedrigaufgelöste Kopie davon an die Arbeitsstation weitergegeben und dort positioniert. Der OPI-Server wird anschließend in einer von der Arbeitstation geschickten Datei das niedrigaufgelöste Bild automatisch durch das Original ersetzen.OPI-Server - Auf einem zentralen Netzrechner installierte Software, die unmittelbar vor der Ausgabe automatisch die in den Dokumenten vorhandenen Grobbilddaten gegen Feinbilddaten tauscht.Pantone - Farbenstandard der amerikanischen Firma Pantone Inc. Das Unternehmen produziert Farbfächer, liefert Standardfarbwerte für Softwarehersteller und bietet dazu die entsprechenden Druckfarben an. Inzwischen gibt es auch Pantone-Farbfächer für Prozessfarben und für die Simulation von Schmuckfarben mit Hilfe des Vierfarbendrucks. In den USA ist das Pantone-System weit verbreitet, in Europa gewinnt es mit wachsendem Einsatz von DTP-Systemen ebenfalls an Bedeutung.Pixel - Kurzbezeichnung für Picture Element. Kleinstes Bildelement zur Darstellung von beliebigen Zeichen, Linien und Rasterpunkten, die bei der digitalen Bilddatenerfassung, der -verarbeitung und der -ausgabe sowie am Bildschirm wiedergegeben werden können. Jeder Farbwert wird durch RGB (Rot, Grün, Blau) oder CMYK-Werte (Cyan, Magenta, Yellow/Gelb, Schwarz) wiedergegeben.PostScript T - Heute überwiegend eingesetzte Seitenbeschreibungssprache (PDL = Page Description Language, eine Programmiersprache) im DTP- bzw. Computer Publishing- Bereich von Adobe Systems. PostScript Level 1 ist inzwischen ein inoffizieller Standard zur Seitenbeschreibung für Ausgabesysteme mit einer Bildübertragung durch Laser (Laserdrucker, Belichter). Mit PostScript sind Vektor- und Bitmap-Grafiken sowie beliebige Definitionen von Zeichensätzen möglich. Die Befehle definieren sämtliche Elemente einer Ganzseite sowie den Platz, an diese auf der Seite stehen.ppi - (Abk. für engl. pixel per inch, dt. = Pixel pro Zoll): Die Anzahl der von einem Scanner oder einer Digitalkamera pro Inch erfassbaren Pixel beziehungsweise Bildpunkte.Punktzuwachs - Als Punktzuwachs oder Tonwertzunahme bezeichnet man die Abweichung zwischen Rastertonwerten in der Kopiervorlage und den Rastertonwerten im Druck.Rasterfrequenz - (Rasterweite). Feinheit eines Rasters als Maß für den Druck auf unterschiedlichen Papieren. Feine Raster mit hohen Frequenzen (zum Beispiel 60 oder 80 Linien pro Zentimeter) verlangen für den Druck gestrichene Papiere (Kunstdruck). In Deutschland erfolgt die Angabe der Rasterfrequenzen in Linien pro Zentimeter, in Amerika in lines per Inch (lpi). Ein 60er Raster (Rasterfrequenz 60 Linien pro Zentimeter) enthält 60 mal 60 gleich 3600 Rasterzellen pro Quadratzentimeter.Rasterwinkelung - Verändern der Rasterlinienanordnung von der senkrecht- waagerechten Stellung durch ein Drehen des Rasters, gemessen in Grad. Um eine störende Musterbildung (= Moiré) zu vermeiden, sind bei Farbdrucken die Rasteranordnungen für jede Druckfarbe anders zu winkeln. Nach DIN 16 547 sind dazu die Winkelgrade 0, 15, 45 (bzw. 135) und 75 zu wählen. Grundsätzlich liegt die optisch hellste Druckfarbe Gelb auf 0°, die bildwichtigste Druckfarbe auf 45°.RIP - (Abk. für eng. raster image processor): Hard und/ oder Software, die aus Texten, Fotos und Grafiken Pixelmuster in Form von mathematischen Seitenbeschreibungs- sprachen (PCL, PostScript) errechnet.Scanauflösung - Feinheit der Auflösung beim Scannen von analogen Bildvorlagen Formel: Auflösung (in Dpi) = Druckrasterweite (L/cm) x 2 (Qualitätsfaktor) x Vergrößerungsfaktor x 2,54 (bei Umrechnung von cm in inch)Schmalbahn - Die Laufrichtung bzw. Maschinenrichtung (M) des Druckbogens liegt parallel zur langen Papierseite. Das Papier ist beim Verpacken dementsprechend gekennzeichnet. Beispiel: 61 cm x 86 cm SB (Schmalbahn), 61 x 86 M (Maschinenrichtung). Früher war zur Kennzeichnung das Unterstreichen der kurzen Länge üblich. Bei mehrfarbigen Druckprodukten sollte im Bogen-Offsetdruck grundsätzlich Schmalbahnpapier verwendet werden.Schön- und Widerdruck - Druck der Vorder- und der Rückseite eines Druckbogens. Bei einem 16seitigen Druckbogen kann z.B. mit zwei verschiedenen Druckplatten gedruckt werden. Dabei stehen je 8 Seiten auf einer Druckplatte. Ausgeschossen werden auf einer Bogenseite die Seiten 1, 4, 5, 8, 9, 12, 13, und 16, auf der anderen Bogenseite die Seiten 2, 3, 6, 7, 10, 11, 14 und 15 gedruckt.Schwarzaufbau - Er gibt an, wie die Farbe Schwarz innerhalb des Vierfarbsatzes eingesetzt wird. Der schwarze Farbauszug hat unterschiedliche Aufgaben. So dient er zum einen dazu, sowohl die Detailzeichnung als auch den Kontrast in den dunklen Bereichen zu verbessern. Da hierfür nur relativ wenig Schwarz erforderlich ist, spricht man von kurzem Schwarz oder auch Skelettschwarz. Zum anderen lässt sich Schwarz auch nutzen, um einen bestimmten Teil der bunten Farben CMY zu ersetzen und so die Farbmenge im Druck zu reduzieren. In diesem Zusammenhang spricht man von langem Schwarz.SWOP - (Abk. für engl. specification for web offset publications): Amerikanischer Standard für die Druckfarben. Ähnlich wie die Euroskala legt er die Farbweite der Prozessfarben Cyan, Magenta, -Gelb und Schwarz fest.Tonwert - Der Schwärzungsgrad des fotografischen Filmmaterials. Bei der Offset-Belichtung stimmt er mit dem Rasterwert überein. Exakt lässt sich der Tonwert nur densitometrisch bestimmen. Als Ton- oder Rastertonwert bezeichnet man die relative Schwärzung des Papiers oder Films: relativ zur Gesamtfläche. Bei einem Tonwert von 100 Prozent bedeckt die Farbe 100 Prozent der verfügbaren Fläche, bei einem Tonwert von 50 Prozent entsprechen die Hälfte.Tonwertzunahme - Vollerwerden, Punktverbreiterung bei der Rasterung. 1. Drucktechnik: Optische oder/und mechanische Punktverbreiterung bei autotypischer Rasterung. Sie ist u.a. abhängig von dem Bedruckstoff (Wirkungen: Oberflächengeometrie, Lichtfang) und der Rasterweite (Rasterfrequenz). 2. Laserbelichtung: Geometrische Punktverbreiterung durch die Größe des Laserspots.Überfüllung - (engl. trapping): Ein Verfahren, das beim Mehrfarbendruck dafür sorgt, dass sich zwei aneinandergrenzende Farbflächen leicht Überlappen, so dass auch bei geringen Ungenauigkeiten in der Bogenmontage keine weißen Stellen (Blitzer) auftauchen. Bei dieser Technik muss stets die hellere Farbe die dunklere Überlappen.UCR - Abkürzung für: Under Color Removal, Unterfarben-Korrektur. Im Buntaufbau eines Vierfarbdrucks die reprotechnische Reduzierung der drei Prozessfarben (Skalenfarben Cyan, Magenta und Gelb) in den Graubereichen der Dreivierteltöne und Tiefen. Die notwendige Farbsättigung ist durch reduzierte Anteile der Buntfarben sowie Schwarz zu erreichen. In neutralen Bildtiefen und Dreivierteltönen werden bunte Druckfarben reduziert, um Druckschwierigkeiten (z. B. ablegen) zu vermeiden, das Wegschlageverhalten der Druckfarbe und die Farbannahme zu verbessern.Umbrechen - Anordnen einzelner Satz- und Bildteile zu einer Druckseite entsprechend dem vorgegebenen Satzspiegel bzw. Layout.Umschlagen - Im Bogendruck das Wenden des Bogens nach dem Druck einer Seite um die kurze Achse. Die Seitenanlage des Bogens in der Druckmaschine wechselt, die Vorderanlage bleibt an der gleichen Bogenkante. Das Umschlagen ist die häufigste Art des Wendens für zweiseitig zu bedruckende Bogen.Umstülpen - Im Bogendruck das Wenden des Bogens nach dem Druck einer Seite um die lange Achse. Die Vorderanlage des Druckbogens in der Druckmaschine wechselt, die Seitenanlage bleibt an der gleichen Bogenkante. Druckbogen müssen exakt in der kurzen Seite geschnitten sein, um Schwierigkeiten im Register zu vermeiden. Bei der Druckformherstellung ist sehr genau das Druckbogenformat zu beachten. In umstellbaren Schön- und Widerdruckmaschinen wird der Druckbogen beim Durchlauf durch die Druckmaschine auf einer Seite bedruckt, automatisch gewendet und auf der Rückseite bedruckt. Dabei wirken sich geringe Formattoleranzen nicht störend aus.Unbuntaufbau - Verfahrenstechnik zur elektronischen Reproduktion von Farbsätzen. Prinzipiell entstehen Primär- und Sekundärfarben wie beim Buntaufbau eines Farbsatzes. Neutrale Bildtiefen entstehen durch die Druckfarbe Schwarz. Tertiärfarben entstehen immer nur aus drei Druckfarben; nämlich Schwarz und zwei Buntfarben. Schwarz dient dabei (wie die dritte Buntfarbe bei bunt aufgebauten Farbsätzen) zur Verschwärzlichung und der Verstärkung der Schatten- und Tiefenzeichnung.Unicode - Ein internationaler Standardzeichencode, der den internationalen Austausch von Dateien und deren Bearbeitung vereinfacht beziehungsweise überhaupt erst ermöglicht. Der Unicode funktioniert ähnlich wie der ASCII-Code, berücksichtigt allerdings nicht nur das lateinische Zeichensystem. Er stellt Zeichen mit 16 Bit dar - für den ASCII-Code genügen 8 Bit -, so dass sich 65536 Zeichen codieren lassen. Zeichen, die in unterschiedlichen Sprachen vorkommen, muss man im Unicode nur einmal speichern, was insbesondere im chinesisch- japanisch-koreanischen Sprachraum zu einer starken Reduzierung der benötigten Codes führt. Ungefähr 30 000 Plätze sind in dem Unicode-Schema bereits vergeben.Unscharfmaskierung - Ein ungewöhnlicher Name für einen Prozess, durch den ein Bild für Menschen schärfer wird. Er stammt aus der konventionellen Farbseparation, in der unscharfe Masken aus Milchglas zum Einsatz kamen, um die Kontraste zu verstärken. Die Methoden haben sich geändert, der Name blieb. Zunächst waren die Verfahren zum Anschärfen in den High- End-Scannern integriert. Bei diesen Geräten misst neben dem eigentlichen Abtaststrahl ein breiterer Umfeldlichtkegel die Dichten. Erkennt er hierbei einen Dichtesprung, dann verstärkt der Farbrechner elektronisch das Abtastsignal. Inzwischen bieten EDV-Programme Filter zum Unscharfmaskierung an, mit denen sich ähnliche Kontrastverstärkungen durch eine Überzeichnung der Dichtesprünge erzielen lassen. Durch diese Verstärkung entstehen kleine Höfe, die dem Auge schärfer erscheinen.Vakatseite - Leerseite in einer Drucksache; ist meist drucktechnisch bedingt und wird gern mit dem Hinweis »Raum für Notizen« getarnt.Zeichenlage - Beschreibt die Stellung von Zeichen im Verhältnis zur Schriftlinie: Hoch-, Tief- oder Normal-Stellung.ZIP - Verlustfreie Datenkompression. Hier werden nur Daten entfernt, die keine neue Information enthalten. Bei Anwendung auf hochaufgelöste Bilddaten ist der Kompressionsfaktor gegenüber der JPEG-Komprimierung allerdings sehr gering. Wird von vielen Entpackern plattformübergreifend angewandt z.B. WINZIP.
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und letztendlich die Wirtschaftlichkeit im täglichen Projekt- alltag
zu steigern.
Unser Unternehmen entwickelt auf gängigen CAD-Platt-formen, wie z.B. AutoCAD und MicroStation, innovative Produkte aus den Bereichen Daten- konformität, GIS, Mapping sowie Plotting und Publishing. Alle Lösungen sind perfekt aufeinander abgestimmt und kombinierbar, sodass sie in allen Unternehmensbranchen effektiv eingesetzt werden können. Detaillierte Informationen erhalten Sie im linken Menü bzw. eine Teststellung auf Anfrage. Bentley Systems Softwarelösungen
Als autorisierter Bentley-Partner können sämtliche Bentley-Produkte über Corporate Montage bezogen werden;
angefangen von der Engineering-Plattform MicroStation bis hin zu dem Dokumentenmanagement-system ProjectWise. Bentley bietet umfangreiche Softwarelösungen
für die Planung, Konstruktion und den Betrieb von Gebäude-, Straßen-, Fabrikanlagen- sowie Energieversorgungs- und Telekommunikationsnetz-werken.
Für weitere Informationen steht Ihnen unsere Hotline gerne zur Verfügung. ![]() |